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docta spes

Interventionen zum Prinzip Hoffnung
Installationen und Aktionen
Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen 8.10-26.11.2009
 


Das Ernst-Bloch-Zentrum präsentiert in der dritten Phase seiner

Jahresausstellung „Docta spes – Wir haben das Hoffen zu lernen“

Kunstaktionen von arbeitsagenten illig & illig

 „Draußen, Davor, Drinnen, Dazwischen, Hindurch und Weiter" 

 

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 "Orte wie Ludwigshafen sind die ersten Seestädte auf dem Land, fluktuierend, aufgelockert, am Meer einer unstatischen Zukunft" entsprechend disem Zitat von Ernst Bloch beschäftigen wir uns mit den Spuren utopischer Hoffnung in und um das Ernst-Bloch-Zentrum herum. Dabei verfolgen wir natürlich alle Spuren und zweckdienlichen Hinweise auf eine fremde Vertrautheit.


Interventionen
aus dem Noch-Nicht in die zukünftige Vergangenheit

Draußen, Davor, Drinnen, Dazwischen,
Hindurch und Weiter

Interventionen und Installationen
der Künstlergruppe illig & illig,

Experimente mit einem emanzipatorischen Kunstbegriff

 

Hoffnungschor:
Eröffnungsaktion am 08.10.2009
Insel, Lagerfeuer, Altar und Rauchzeichen:
Installationen ab 08.10.2009
Exkursion durch den Alltag (hindurch):
utopische Reise 12.11.2009
Weizen:
Installation ab 20.11. 2009
utopisches Reisebüro:
Installation ab 28.10.2009
Handlungsreise
zur Finissage am 26.11.2009

 

 

U-Topia
Schlaraffenland auf Un-Ort
temporäre Installation zum Tag der Eröffnung
auf Verkehrsinsel der Durchgangsstraße
Paradoxien als Schlupflöcher aus den Grenzen des Alltäglichen in die Weiten des Möglichen
gedeckter Tisch mit bunten Früchten auf langer Tafel an einem Un-Ort (a-topoi)

 

 

 

uFo
utopische Fundobjekte
permanente Installation
in den Bäumen vor dem Blochzentrum
Souvenirs aus der zukünftigen Vergangenheit
Dinge, die aus einem andern Zusammenhang stammen
und in verfremdenden Zusammenhang nun hier auftauchen,
mit neuer Bedeutung versehen werden

 

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Hoffnungschor
Intervention/Aktion zur Eröffnung am 08.10. ca.10 min.
dirigierter Vortrag, assoziativer Begriffe zur Hoffnung
Ja, ja, ja, ... (Erinnerung: Beuys emanzipatorischen Kunstbegriff)
Veränderung, Überschreitung, das Dunkel des Augenblicks erhellen, aufrecht gehen, Hoffen lernen, . . .
Die Teilnehmer erhalten Hoffnungs-Lose mit Worten, Begriffen, Texten

 

 

 


Gespräch am Lagerfeuer des Möglichen    
Tonplastik,  3 kleine Figuren, und ein Aschenbecher
im Aschenbecher auf dem Schreibtisch von Blochs Arbeitszimmer
sitzen Winnetou, Nscho-tschi (Schöner Tag) und Old Shatterhand (Ernst Bloch)
um ein qualmendes Lagerfeuer und rauchen das Kalumet (die Friedenspfeife)

 

 

 

Altar für den unbekannten Gott
Installation ab 08.10.
in der Bibliothek (der GedankenWerkstatt) im 1. OG steht auf einem Sockel auf Aughöhe der Altar für den unbekannten Gott, frei nach Paulus bei den Griechen:
„Männer von Athen! … Ich bin durch eure Stadt gegangen und habe mir eure heiligen Stätten angesehen. Dabei habe ich einen Altar entdeckt mit der Inschrift: „Für den unbekannten Gott“. Diesen Gott, den ihr verehrt, ohne ihn zu kennen, will ich euch jetzt bekannt machen. (Apostelgeschichte 17.22-23)
Ausführung: leerer Werkzeugkasten hochkant, in Form eines 5-flügeligen Altars aufgestellt;
der leere Werkzeugkasten mit dem potentiellen Instrumentarium des Noch-Nicht;

 

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Rauchzeichen aus der Zukunft
Intervention zur Emanzipation ab 08.10.
Durch die Nebel der Vergangenheit scheint die Zukunft;
Bloch als Schöpfer und Gestalter eines eigenen Denkraums;
alttestamentarisches Motiv der Führung durch Rauchsäule;
Sündenfall als Garant für Offenheit der Schöpfung;
Rauchen über gesetzte Grenzen hinweg und in Kenntnis der Gefahren
soll als emanzipatorische Handlung möglich sein;

Schilder mit Aufschriften:
„Nicht Rauchen gefährdet die Freiheit der Forschung“
„Nicht Rauchen verhindert das Überschreiten von Grenzen“
„Nicht Rauchen zerstört Authentizität“ 
Die notwendige Erhaltung und immer wieder neue Erschaffung einer authentischen Atmosphäre bei der Erforschung, Bewahrung und weiteren Entwicklung der Philosophie von Ernst Bloch ist ohne Rauch nicht realisierbar und fordert somit permanente Raucherzonen in den verschiedenen Bereichen des Ernst-Bloch-Zentrums.

 

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Weizen wächst und welkt
paradoxe Intervention in einer Kabine der Damentoilette,
dort wird Weizen angepflanzt, der dann aus der Kabine herauswachsend vergehen kann;
Verdauung, Ausscheidung, Vergänglichkeit;
Tod nicht als endgültige Nichtutopie; auch Anklang an situationistische Spontiparole:
„Unter dem Pflaster liegt der Strand“

 

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Utopische Reisen durch den Alltag (hindurch)
12.11. 18 Uhr

Zeitreise in die zukünftige Vergangenheit
Stadtführung zu Orten der utopischen Fundobjekte
an Unorten fiktive oder unmögliche, utopische, hoffnungsvolle Dinge erfahren 

Expedition nach U-Topoi
Restereise
Stadtführung zu Unorten die leer (alle) sind
zu Restflächen (to rest), Verkehrsinseln, Brücken,

Link zu pdf-Doku

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utopisches Reisebüro
Installation/Aktion ab 28.10
Koffer mit Handlungsanweisungen
für noch nicht gereiste Reisen,
Reisen wohin noch niemand war,
Reisen als Akt der Emanzipation und Auflärung
Reisen als Akt der Veränderung,
zu Räumen der Hoffnung, der Ideen, der Erwartung, des Anderswo,

Handlungs-Reisen
Aktion zur Finissage am 26.11.
zur Entwicklung von utopischen Reisen;
Erarbeitung von konkreten Utopien,
konkrete utopische Erfahrungen im Alltag
Expeditionen in den Alltag; Reisebüro für Individualreisen: Handlungsanfragen: „Was tun Sie wenn sie reisen?“
Reisebüro für Pauschalreisen: Handlungsanweisungen
„Wir schicken sie dahin wo so noch nicht waren . . .“


Ziel: Handlungsräume eröffnen

 

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