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Geh-Dichte

poetisches Gemurmel im Stadtraum

 

 

Die UNESCO hat den 21. März, also den Tag des kalendarischen Frühlingsanfangs, zum Welttag der Poesie und gleichzeitig zum Internationalen Tag gegen Rassismus erklärt. Die UNESCO will der Dichtkunst damit auch im Zeitalter der Informationstechnologien einen wichtigen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben zuweisen, die Verlage ermuntern, poetische Werke besonders von jungen Dichtern zu unterstützen und den interkulturellen Dialog fördern. Worms als Stadt sagenhaft-poetischer Literaturtradition ist ein guter Ort, um sich dieser Aktion anzuschließen. Daher haben Kulturkoordinator Volker Gallé und das atelier eye-D-ear in Kooperation mit dem Ausländerbeirat verschiedene Aktionen im öffentlichen Raum der Stadt vorbereitet.

 

Fahnen mit Gedichten schmückten das Rathaus. Zur Eröffnung der an diesem Tag stattfindenden Stadtratssitzung wurde ein Text von Martin Luther King "I have a dream" vorgetragen.Auf dem Internetportal der Stadt www.worms.de wurde ein Poesiealbum eingerichtet in das die Bürgerinnen und Bürger Zeilen ihrer Lieblingsgedichte eintragen können. Auf dem Marktplatz haben etwa 30 Bürgerinnen und Bürger jeweils ein Gedicht leise rezitiert, so dass ein poetisches Gemurmel entstand.

 

poetisches Gemurmel: Die Anregung zu diesem Bild entstand aus der Schlussszene des Films Fahrenheit 451 von Francois Truffaut, bei der jede Person ein Buch auswendig lernt und stetig rezitierend vor dem Vergessen bewahrt. Die Teilnehmer des poetischen Gemurmels, etwa 30 Personen, suchten sich ein eigenes, oder ein Gedicht nach Wunsch aus und trugen dieses murmelnd vor. In einer gelben Geh-Dichte-Tasche befanden sich noch weitere Gedichte der anderen Teilnehmer. Weiterhin waren die poetischen Murmler auch an quadratischen, gelben Holztafeln erkennbar, sogenannten MobilBühnen.

 

 

Dieses Bild entstand aus:.
1000 Metern Garn, 900 Postkarten, 400 m² Stoff, 150 Arbeitsstunden, 7,5 m² Holz für 30 mobile Bühnen. 30 Poesietaschen, 14 Fahnen

und der Mitwirkung von folgenden engagierten Bürgerinnen und Bürgern:
Uwe Baatsch-Glaser, Nina Brackrock, Bärbel Braun, Martin Conrad, Volker Gallé, Fritz Glaser, Marlene Gölz, Felix Göttle, Roland Graser, Doris Gutland, Herbert Gutland, Michaela Hellmann, Alexander Hammer, Constanze Illig, Frieda Illig, Lilo Illig, Norbert Illig, Paul Illig, Gabi Klinger, Monika Kuhn, Susanne Liebscher, Michael Mahla, Sina Polakowski, Horst Rettig, Bertolt Röth, Ulrike Schäfer, Gisela Schulte, Annette Sievers, Gerda Stege